Das Projekt zur Neugestaltung der Landschaft

Das Bavona-Tal

Das Bavona-Tal ist ein lebendiges und bewundernswertes Zeugnis einer ländlichen Zivilisation vergangener Zeiten in einer Umgebung von erstaunlicher Schönheit. Die natürlich Landschaft zeichnet sich durch eine harmonische Verflechtung mit einer Kulturlandschaft aus, die reich an Zeugnissen der bäuerlichen Kultur ist, mit historischen Ortskernen und Naturräumen. Das Tal hat einen aussergewöhnlichen ästhetischen Wert und ist auf nationaler Ebene als Objekt des Bundesinventars der Landschaften, Ortsbilder und Naturdenkmäler (BLN) und des Bundesinventars der schützenswerten schweizerischen Siedlungen von nationaler Bedeutung (ISOS) geschützt. Die Stiftung “Fondazione Valle Bavona” ist seit 1990 für seine Erhaltung verantwortlich. Seit 1990 kümmert sich die Fondazione Valle Bavona um dessen Erhalt und unterstützt die Gemeinde Cevio bei der Umsetzung des Bebauungsplans für dieses Gebiet.

Dante Bianchi

© Fondazione Valle Bavona

Warum neugestalten

Fontana und Mondada sind zwei der zwölf “Terre di Bavona”. Die Neugestaltung dieser Landschaft ist eine Herzensangelegenheit der örtlichen Bevölkerung, ein Engagement, das der Geschichte und den Bemühungen früherer Generationen geschuldet, aber auch aufgrund des Schutzes und des Wertes dieser Landschaft auf nationaler Ebene notwendig ist.
Der Wiederaufbau der Infrastrukturen und der Schutz des Kerns, der Strasse und der Wasserleitung vor Naturkatastrophen erfordern Eingriffe, die sich auf die Landschaft auswirken und ein Nachdenken darüber erforderlich machen, wie diese begleitet werden können.

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Wie neugestalten

“Die Landschaft neuzugstalten” bedeutet, den Riss, der durch das gewaltsame und plötzliche Ereignis vom 30. Juni 2024 verursacht wurde, mit Fantasie, Handwerk, Respekt und Geduld zu heilen. Ziel ist es, ein vorbildliches Projekt zu entwickeln, das das historische, ökologische und soziale Erbe des Gebiets würdigt und respektiert. Anstatt zu versuchen, die vorherige Landschaft wiederherzustellen, zielt das Eingreifen darauf ab, eine neue Landschaft zu schaffen, die die Erinnerung an die Vergangenheit mit einer zukunftsorientierten Vision verbindet. Ein Schlüsselelement des Neugestaltungsprojekts ist die aktive Einbindung der Gemeinschaft und derjenigen, die in der Region leben, damit das Eingreifen nicht als Auflage, sondern als gemeinschaftlich getragene Vision für die Zukunft des Gebiets wahrgenommen wird, durch einen partizipativen Prozess.